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Republik in Zentralamerika, 108 889 km², 14,7 Mio. Einw., Hauptstadt G., Amtssprache Spanisch, daneben Maya-Dialekte. Das trop. G. ist vornehml. ein Hochgebirgsland mit zahlr. Vulkanen und fruchtbaren Hochebenen, aber auch mit trop. Regenwald in den Tiefebenen. Die fast ausschließl. kath. Bevölkerung bilden zur Hälfte Indianer, zu 40 % Mestizen. Sie leben überwiegend von der Landwirtschaft (Anbau von Mais, Weizen, Kartoffeln, Kaffee (ein Drittel des Exportes), Zuckerrohr, Bananen u. a.
Das von der Maya-Kultur geprägte Land gehörte nach der span. Eroberung zum Generalkapitanat G., das ganz Mittelamerika umfasste. Es wurde mit Mexiko 1820 unabhängig und bildete 1823 die Zentralamerik. Föderation, die 1838 in fünf Staaten, darunter G., zerfiel. Wie alle Staaten der Region geriet G. im 20. Jh. in Abhängigkeit von den USA, die Reformen blockierten. Soziale Spannungen vergifteten das polit. Klima. Militärs bestimmten seit den 50er Jahren den Kurs und provozierten durch Staatsterrorismus die Bildung von Guerilla-Verbänden. Die Spirale der Gewalt vermochte auch die seit 1986 amtierende Zivilregierung nicht anzuhalten, Guatemala hat eine der höchsten Mordraten der Welt.